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Arglistig getäuschter Versicherer kann sich bei Anfechtung insgesamt von dem Versicherungsvertrag lösen, BGH, Urteil vom 28.10.2009, Az. IV ZR 140/08
Ein Versicherungsnehmer kann von seiner Versicherung nicht Ersatz eines angeblich abhanden gekommenen Fahrzeugs ersetzt verlangen, wenn er im Rahmen der Schadensanzeige versucht hat, seine Versicherung arglistig zu täuschen, OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26.06.2009, Az. I-4 U 53/09
Von einer arglistigen Täuschung ist auszugehen, wenn der Versicherungsnehmer ihm beim Autokauf bekannte Vorschäden vorsätzlich als leichte Beschädigungen bagatellisiert, obgleich er das Fahrzeug als unrepariertes Unfallfahrzeug gekauft hat.
Falsche Angaben in der Schadensanzeige rechtfertigen nicht immer die Annahme arglistiger Obliegenheitsverletzung des Versicherungsnehmers, BGH, Beschluss vom 04.05.2009, Az. IV ZR 62/07
Für die Annahme einer arglistigen Obliegenheitsverletzung genügt es nicht, dass eine für ihre Mutter einen Versicherungsvertrag schließende Tochter in einer Schadenanzeige ihre Mutter fälschlich als gesund bezeichnet und die Frage nach ärztlichen Behandlungen wahrheitswidrig verneint. Wird die Schadensanzeige vom Versicherungsmakler ausgefüllt und der Tochter unterschrieben, ist es nicht fernliegend, dass die Tochter die ausgefüllte Schadensanzeige vor Unterzeichnung nicht genau durchgelesen hat. Einen allgemeinen Erfahrungssatz des Inhalts, dass eine bewusst unrichtige Beantwortung einer vom Versicherer gestellten Frage immer und nur in der Absicht erfolgt, auf den Willen des Versicherers einzuwirken, gibt es nicht.
Unkontrollierbarer Sturz nach bewusstem Ausweichen kann als Unfall gewertet werden, BGH, Urteil vom 28.01.2009, Az. IV ZR 6/08
Kostenerstattungsanspruch gegen private Krankenversicherung auch für nicht wissenschaftlich begründete Naturheilverfahren, LG Münster, Urteil vom 17.11.2008, Az. 15 O 461/07
Aufklärungsobliegenheit des Versicherungsnehmers und Nachprüfungsobliegenheiten des Versicherers bei widersprüchlichen Angaben in der Schadensmeldung, Oberlandesgericht Düsseldorf, I-4 U 226/07, Urteil vom 24.06.2008 |
Kein gelegentlicher Cannabiskonsum und keine MPU trotz mehrfachen Konsums? VG Oldenburg, Entscheidung vom 03.08.2010
Man stelle ... [mehr...] |
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